AUGUST - AFRIKANISCHER BEITRAG

08/11/2015 - 15:15

Um mich dem momentanen weltweiten Hype auch mit meinem Blog anzuschliessen hier °In Memoriam° des getöteten afrikanischen Löwens namens CECIL ein Foto, das ihn mit einem seiner Söhne zeigt. Ein Löwe wie gemalt in seiner vollen Kraft und so sinnlos und auf das Grausamste getötet.

Cecil - Vater und Sohn

Cecil - Vater und Sohn

Sein Tod löste jedoch viele sehr positive Entwicklungen aus wie zB :

Das Reduzieren von Jagdlizenzen speziell aber an geldstarke Trophäenjäger –

Ständig mehr Internationale Air Lines schliessen sich dem Bann an, Trophäen – aber auch Hörner und Elfenbein - jeglicher Art und Provenienz noch zu transportieren --

Ein riesiges Medieninteresse ausgelöst durch diesen kriminellen Akt einer Jagd, wobei ein Sender-markierter Löwe, dazu noch ein Tier aus einem besonderen Forschungsprojekt – bewusst aus einem Nationalpark gelockt wurde, um ihn mit Pfeil & Bogen (!) schwer zu verletzten und ihn dann erst nach über 40 Stunden Verfolgung abschiessen zu können - -

Politiker und Regierungen vieler Länder nehmen Stellung und verkünden Massnahmen, um das illegale Abschlachten vieler Wildtiere – nicht nur der “Big-Five“ (Elefant,Löwe,Nashorn,Büffel,Leopard) – zu unterbinden, wobei aber das grösste Problem bei den afrikanischen Nationen selber liegt, die nur allzu gerne die ihnen gebotenen horrend hohen Summen annehmen, oft unter der verlogenen Aussage: das Geld würde zur Erhaltung und Pflege der Reservate verwendet und käme den Farmern und dem Wildtierschutz im allgemeinen zugute. Fundierte Recherchen beweisen immer wieder in vielen dieser Länder, dass solche Einnahmen in ganz anderen Taschen landen.

Schon mehren sich auch die Stimmen, man solle das alles nicht so dramatisieren, schliesslich war der Auslöser °doch nur ein toter Löwe° - aber dieser wird wohl stellvertretend nun nicht nur für seine eigene Art sondern all die tausenden von jährlich abgeschlachteten Elefanten, Nashörnern, aber auch allen anderen Katzen – als eine afrikanische Ikone erinnert werden und ein bleibender Stachel hoffentlich für die gesamte internationale Grossindustrie sein, die mit illegalen Jagden, der Wilddieberei, dem allgemeinen Handel mit wilden Tieren – ob tot oder lebendig – Unsummen umsetzt. Wie neueste Statistiken beweisen müssen sich da fast alle Nationen angesprochen bzw. als angeklagt betrachtet sehen – ob nun als Abnehmer oder Lieferanten.

Die Fernsehstationen bringen nicht ohne Grund plötzlich Filme, wo von katastrophalen Verhältnissen in afrikanischen, aber auch asiatischen Wildgebieten ausführlich berichtet wird. Wer schon früher in Südafrika gelebt hat, weiss, dass es schon immer diese schrecklichen Zuchtfarmen zB für Gatterjagd-Löwen gegeben hat – aber erst jetzt durch die TV-Bilder und intensiven Reportagen rücken solche Tatsachen nun in das Blickfeld einer breiten medialen Öffentlichkeit – und die Aufschreie und Proteste sind nicht mehr zu überhören. Möge der sinnlose Tod von CECIL dauerhaft zu einem Umdenken und mehr Umweltbewusstsein der Menschen führen.

Nur so sollte man auf der Jagd
“schiessen“ - das erfreut die Tiere

Photograph mit Cheetah

SÜDAFRIKA wird immer wieder als das Land der Kontraste zitiert, wobei man sich nicht nur auf die vielen dort vertretenen Rassen, einheimische Stämme und Urbevölkerung beschränken darf. Wer einmal das Land besucht oder dort auch gelebt hat, den packt unweigerlich der afrikanische Virus – man spürt immer die Sehnsucht in sich dorthin zurückzukehren, die verschiedensten Landschaften zu geniessen, die Gerüche und Geräusche wieder aufnehmen zu können, die unglaubliche Vielfalt der Natur sehen zu dürfen und ganz besonders natürlich alle Wildtiere in ihrem angestammten Habitat hautnah zu erleben und vor die Kamera zu bekommen - - Afrika ist immer wieder ein Hochgenuss und bietet ständig neue faszinierende Erlebnisse.

Ich habe viele Jahre in Johannesburg-Pretoria gelebt und gearbeitet, habe das Land und seine Nachbarländer kennengelernt und gehöre nun auch hundertprozentig zu den °Infizierten° - da gibt es kein Heilmittel dagegen und das ist auch gut so.

Südafrikanische “Rondavels“

Südafrikanische “Rondavels“

Sonnenuntergang an der südafrikanischen Küste

Sonnenuntergang an der südafrikanischen Küste

Freischwebende Brücken über wilden Wassern

Freischwebende Brücken über wilden Wassern

Natürlich ergibt es sich für mich, dass ich meine sehr persönlichen Vergleiche anstelle zu dem heutigen Südafrika, die Entwicklungen und Veränderungen, die in den letzten 30 Jahren stattgefunden haben. Was hat sich positiv verändert ? Was ist schlechter geworden ? Geht es dem Land besser und vorallem auch seinen Bewohnern ? Ich sammele da auch viele Insider-Informationen von Verwandten und Freunden, die nie den engen Kontakt zum Land verloren haben. Vieles, was ich da in letzter Zeit höre, beunruhigt und schmerzt mich sehr. In meinem ersten Report vom Monat Juni hatte ich ausserdem ja schon einen kleinen Ein- und Überblick in die Abläufe der Zeitspanne von der reinen Apartheid, über die ersten Veränderungen während der Petty Apartheid, bis hin zur endgültigen Abschaffung der Rassentrennung und der Bildung einer neuen demokratischen Verfassung der Republik von Südafrika aufgezeichnet.

Aber wie heisst doch immer die Frage: Erst die gute Nachricht, oder die schlechte ? Ich habe mich für heute entschieden, positive und interessante Beobachtungen zu schreiben, was aber keinesfalls bedeuten soll, dass ich Südafrika nur durch die rosarote Brille eines echten Afrikafans sehe.

Ich fange mal mit der Stadt Johannesburg (in der Kurzform: Joburg) an; sie liegt auf dem Highveld in ca. 1.800 m Höhe in der heutigen Provinz Gauteng (vormals Transvaal), der kleinsten aller neun südafrikanischen Provinzen, allerdings auch einer der mit der grössten Bevölkerungsdichte. Im Jahr 1886 wurden die beiden Staatsbeamten Johannes Rissik und Christiaan Johannes Joubert in die Gegend des heutigen Johannesburg geschickt, um dort Goldgrabungen voranzutreiben und der Siedlung einen Namen zu geben. Vermutlich aus den beiden Vornamen Jo/hannes/+ burg bildete sich der Name der Stadt oben auf dem Highveld des damals als Transvaal bezeichneten Landstrichs. Die verschiedenen Stämme und Nomaden haben ihre eigenen Namen für die Stadt zB igoli (Zulu=Ort des Goldes) Jobrug (Afrikaans) oder auch in Kurznamen: Jozi & Joeys, sowie mit der internationalen Abkürzung JHB . Die ersten Städtebauer und Planer legten die Stadt ordentlich-exakt schachbrettartig an.

Diese ehemalige Goldgräbersiedlung hat sich über die Jahrhunderte zu der heutigen dynamischen Metropole gemausert, die nicht nur im südlichen Afrika eine wichtige Rolle spielt, sondern einen wirtschaftlichen Antriebsmotor für den gesamten afrikanischen Kontinent darstellt. Joburg ist eine sehr grüne Stadt mit einem grossen Baumbestand, die sich zur Zeit der Jacaranda-Blüte, genau wie auch die Hauptstadt Pretoria, in ein blaues Blütenmeer verwandelt, wenn auch nur kurzfristig in den Monaten Oktober/November. In Pretoria alleine soll es über 50.000 dieser Bäume geben und angeblich darf der Bestand auch keinesfalls mehr vergrössert werden – die Hauptstadt wird auch oft “die blaue Stadt“ genannt oder sogar im Volksmund als “Jacaranda City“ bezeichnet und eine Radiostation ist sogar als „JacarandaFM“ bekannt. - Ich kenne diesen Baum auch sehr gut aus Südamerika, woher er ursprünglich entstammt.

Pretoria mit Blick auf die Skyline von Joburg

Pretoria mit Blick auf die Skyline von Joburg

Der rote “Hop On- Hop Off” Sightseeing Bus

Der rote “Hop On- Hop Off” Sightseeing Bus

Heute kann man zur bequemen Stadterkundung den HopOn-HopOff-Bus nehmen, das ist eine sichere Fortbewegungsart, um auch die Innenstadt zu erkunden – man kann dabei an einem Tag so oft man will ein- und aussteigen; es ist ein Doppeldeckerbus, den Touristen auch aus anderen Ländern und Kontinenten so kennen; während der Fahrt hat man so einen exzellenten Ausblick und kann sich über Kopfhörer interessante Informationen anhören. Die betriebsame Strassenverkaufs-Atmosphäre gibt dem Besucher ganz andere Eindrücke als die aus den gepflegten Vororten mit ihren teuren Einkaufszentren oder Malls.

Einen sehr umfassenden Eindruck über Johannesburg kann man sich am einfachsten auf der im 50. Stock gelegenen Aussichtsplattform vom Carlton Center verschaffen – es muss wohl immer noch einer der höchsten afrikanischen Wolkenkratzer mit ca. 200 m Gesamthöhe sein – mitten im Stadtzentrum gelegen. Aber er ist langsam in die Jahre gekommen (seit der Erbauung im Jahre1973) und das sieht man ihm auch an – aber der Ausblick von dort hoch oben ist trotzdem absolut sehenswert.

Die Besucher von Südafrika landen auf dem OR Tambo Flughafen, einem der wichtigsten und vorallem dem grössten internationalen Airport auf dem afrikanischen Kontinent. Aber er leidet unter dem gleichen Schicksal wie auch andere Grossflughäfen (zB Lima-Perú - Touristenziel >Machu Picchu), die von der Mehrheit der Millionen von jährlichen Flugpassagieren nur als reiner Umsteigeplatz zu sensationelleren Zielen benutzt werden. Von Joburg aus starten die Ankömmlinge zu ihren gebuchten Lodges in oder rund um die Wildparks, zu ihren Safaritouren, auf ihre Reisen nach Kapstadt und Durban oder Fahrten über die Garden Route entlang der Südostküste des Landes, usw.usw. Es ist schade, dass sie dabei von Johannesburg und Pretoria oder der Provinz Gauteng im allgemeinen kaum etwas zu sehen bekommen – weil eben die Zeitplanung dafür nicht reicht. Oft halten die Reiseorganisatoren Joburg auch für zu gefährlich und somit den erforderlichen Reisebegleitschutz für die Besucher zu aufwendig für diese touristisch nicht ganz so interessante Region.

Aber Diejenigen, die heute hier leben – oder auch früher dort gelebt haben – sehen das aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es gibt rund um und auch in der Stadt Joburg natürlich Bezirke (genau wie in anderen Metropolen), die nicht geeignet sind, um alleine Spaziergänge zu unternehmen, besonders wenn man schon von weitem als °weisser Ausländer° ausgemacht wird. Nehmen wir mal das Beispiel Soweto. Zur Zeit der Apartheid war dieses grosse Township (Verwaltungsbezirk) ein reines Ghetto der schwarzen Bevölkerung und damit sozusagen „Off Limits“ für die weisse Bevölkerung, ob nun Ansässige oder Touristen – hinein gingen nur schwerbewaffneten Polizeikräfte (die waren natürlich weiss), um dort „für Ordnung zu sorgen“, was aber meistens dort geschah, waren Brutalität, Bestrafungskommandos und Unterdrückung bei den schwarzen Bewohnern, wodurch im Gegenzug sich diese wieder mit Gewalt wehrten – ein ewiger verhängnisvoller Kreislauf, der vielen farbigen Menschen das Leben kostete und unendlich viel Leid und Elend in diese dort lebenden Familien brachte. In Soweto – ca. 15 km entfernt von Joburg gelegen - mussten die Schwarzen wohnen, denn ausser in ihren angestammten Homelands (Heimatorten), war dies eben für alle, die in Joburg einer Arbeit nachgingen, das Sammelbecken. Sie durften den schwerbewachten Bezirk nur mit Ausweisen verlassen und abends wieder betreten und die erhielten sie nur, wenn sie eben registriert und legitimiert waren durch eine Arbeitsstelle in Joburg – die anderen mussten ihr armseliges Leben ganz in der völlig überfüllten, chaotisch-kriminellen Wellblechhütten-Stadt führen. Demonstranten wurden brutal zusammengeschlagen, auch erschossen oder in Gefängnisse eingepfercht. Die Kinder wuchsen hier auf mit nur mangelhafter Schulbildung ohne Aussicht auf irgendeine Art von guter Weiterbildung – das war einfach im °System° nicht vorgesehen.

Obwohl ich mich mit meinen Berichten auf meinem Blog keinesfalls in politisches Fahrwasser begeben möchte – weder zu früher noch zu heute – ist es natürlich nicht ganz zu vermeiden, von einigen Tatsachen und Entwicklungen sachlich zu berichten.

Die Orlando Towers in Soweto

Die Orlando Towers in Soweto

Nach Abschaffung der Apartheid – wie ging es bis zum heutigen Zeitpunkt weiter ? Nach zwanzig Jahren Demokratie in der südafrikanischen Republik sollen in Soweto – das oft nun auch als Kliptown bezeichnet wird nach einem der ältesten dortigen Stadtbezirke – geschätzte 2-3 Millionen Menschen auf inzwischen ungefähr 100 Quadratkilometern leben. Vieles wurde saniert, man kann den Bezirk schon als florierend bezeichnen; es gibt moderne Schulen, Krankenhäuser, Shopping Malls und sogar „bessere Wohnviertel“ der etwas wohlhabenderen schwarzen Bevölkerungsschicht. Das einstige Haus von Nelson Mandela ist auch hier zu finden – jetzt als vielbesuchtes Museum.

Aber trotz vieler Verbesserungen zeigt sich auch heutzutage besonders in diesem Bezirk die weiterhin in Südafrika allgemein noch herrschende grosse Armut, Misswirtschaft und Korruption des Landes wider. Immer noch leben Millionen in völlig menschenunwürdigen Verhältnissen. Soweto (Kliptown) ist zwar nicht mehr der Horror-Ort vor den Toren von Johannesburg, aber auch immer noch nicht geeignet, um unbegleitet ohne Führer auf Erkundungstour zu gehen. Man kann dort aber sehr gut mit Tour-Guides Fahrradtouren buchen; einen Lunch in einer Township Kneipe einnehmen, sich Führungen anschliessen zur Anti-Apartheid-Gedenkstätte in der Kumalo Street, oder zu den Orlando Towers und dem Nelson-Mandela-Museum.

Auch wenn das schlechte Image von Johannesburg sich noch hartnäckig hält, so intensivieren die Behörden doch ständig ihre Bemühungen, um Verbesserungen und mehr Sicherheit zu garantieren. Es wird viel gesäubert und entrümpelt in den Strassen und Parks, Strassen werden frisch asphaltiert, manche in Fussgängerzonen umgewandelt und man benennt sie auch häufiger um, damit die verhassten Namen der Apartheid-Anhänger aus dem Stadtbild und auch aus dem Bewusstsein verschwinden.

Joburg hat inzwischen im Vergleich zu vor über 30 Jahren tolle Strassen-Märkte, die es wirklich lohnt mal in Ruhe zu besuchen. Ich wohnte früher in dem schönen Johannesburger Vorort Bryanston und habe nun entdeckt, dass es dort inzwischen in der Culross Road, durch die ich häufig gefahren bin, inzwischen einen Bio-Markt (Organic Market) gibt; hier findet man nicht nur alles auf dem Gebiet der Bioprodukte sondern auch viel Kunstgewerbliches, Naturpflege, Pflanzen und auch Kleidung. Es ist ein Platz zum Einkaufen, Flanieren, aber auch Essen und Trinken, häufiger mit Musikbegleitung. Besonders beliebt geworden ist der Markt auch durch das hier angebotene leckere Gebäck und viele verschiedene, selbstgemachte Käsesorten.

Eigentlich schon ein Muss ist der „African Craft Market“ (bei der Mall in Rosebank), die hier angebotenen afrikanischen Kunsthandwerksstücke sind zwar teurer als anderswo, dafür gibt es hier weniger „Ramsch“ und man kann an hunderten von Ständen aussuchen und auch Preise vergleichen. Nicht selten findet man ganz besondere afrikanische Raritäten. Dazu kann man oft Live-Musik gespielt von lokalen Bands geniessen.

Flohmärkte gibt es natürlich auch in grosser Zahl, die alle einen Besuch wert sind – zB „Bruma Market World“ – auf einem riesigen Areal gelegen. Der Südafrikaner bzw Afrikanerin widmet sich wahnsinnig gerne der Gartenarbeit und – trotz fleissiger Unterstützung von garden boys – legt er/sie auch selber dort Hand an, was sicher eine Hinterlassenschaft aus dem alten englischen Kulturerbe ist; darum gibt es überall Nurseries (grössere und kleinere Gartenzentren). Hier findet man dann ganz nebenbei vielerlei lokale Töpfereien und hübsche Accesoires für Gärten und Terrassen.

Noch etwas für Interessierte an afrikanischen Heilkräutern, Zulu-Mixturen oder aus Knochen oder Schlangenfett hergestellten Medizinen gegen allerlei Wehwehchen - hier noch die spezielle Empfehlung des : „African Herbalist Shops“ (Newton Viertel) – sehr aussergewöhnlich !

Die Stadt Johannesburg ist ein wahres Einkaufsparadies und das für jeden Geldbeutel – vorhanden ist einfach alles : superelegante Boutiquen und Designergeschäfte, riesige Einkaufszentren, chice Malls, Raritätenläden, dazu all die Strassenmärkte und oft eng an eng aufgebaute Verkaufsstände; jeder Stadtteil hat da etwas Besonders zu bieten : Sandton City (für die „Reichen und Schönen“), Rosebank Mall, Hyde Park Corner, Fourways Mall, etc.etc.

Wie steht es aber bei : Unterhaltung & Kunst & Kultur ? Da wurde mir von einem Areal berichtet, das sich auf einem alten Industriegebiet entwickelt hat, das es aber zu meiner Joburg-Zeit noch nicht gegeben hat – denn wie könnte ich das vergessen haben. Man kennt es unter : 44 STANLEY Hier findet man in vielen Innenhöfen, nette Esslokale, Bistros und Cafés, Geschäfte und Studios für Kunstobjekte und Antiquitäten, Wohnungs- und Haus-Einrichtungen. Was einen Aufenthalt im Grossraum Johannesburg äusserst interessant und abwechslungsreich macht, ist, dass die Stadt sich immer mehr zu einem multikulturellen Zentrum in Afrika entwickelt – in der Stadt leben aktuell geschätzte 8 Mio Einwohner. Allein durch seine traditionsreichen, historischen, wenngleich auch vielfach schmerzlichen Entwicklungen bietet diese Metropole dem Besucher heute eine unglaublich variationsreiche kulturelle Unterhaltung an – eben genauso abwechslungsreich und bunt wie ihre Bewohner sich präsentieren.
Ich möchte nur einige Attraktionen kurz erwähnen :

  • In der Innenstadt sind viele Kolonialgebäude beliebte Besichtigungsziele- und Fotomotive.
  • Der Zoo und Casinos darunter das Montecasino mitten in einem aufregenden Vergnügungspark.
  • Das South African National Museum.
  • Das Pieter Toerien Theatre (historische Mode).
  • National Museum of Military History (Exponate der Burenkriege).
  • Vergnügungs- und Themenpark Gold Reef City (Crown Mine in 220 m Tiefe).
  • Gold Reef City Arts & Crafts Centre …. mit den hervorragendsten Shops für Kunsthandwerk.
  • Johannesburg Art Gallery (Kulturszene für schwarze Künstler).
  • Market Theatre (mit drei Theatern – Galerien und dem Kippie’s Jazz International Club).
  • African Tribal Art - (hier findet man alles zu afrikanischen Masken und Zeremonien-Puppen oder Schmuck-Perlen-Handwerk des Ndebele-Volkes).

….. nur um von allem eine kleine Auswahl zu benennen.

Bei allen Betrachtungen und Reiseplanungen für Südafrika unter Einbezug auch von Johannesburg, sollte man nicht vergessen, dass hier die „Cradle of Humankind“ (Weltkulturerbe UNESCO) liegt; Beweise für diese Wiege der Menschheit findet man rund um Johannesburg zB in der Sterkfontein-Höhle oder der Wonder-Höhle (2 Billionen Jahre alt!) – eine anthropologische Schatztruhe der Welt.

Zum Abschluss und sozusagen, um den Touristen, die nach Südafrika fliegen doch auch einmal die Provinz Gauteng mit den Städten Johannesburg und Pretoria etwas schmackhafter zu machen, möchte ich noch etwas für Spaziergänge und zum Entspannen an frischer Highveld-Luft besonders empfehlen: die „Johannesburg Botanical Gardens“ und den „Emmarentia Damm“ – beides liegt nur ca. 6 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Gebiet umfasst ca. 100 ha an wunderschönen Spazierwegen, Joggerstrecken, Fahrradwegen – aber auch viel Platz für ruhige Picknicks und Orte zum Relaxen. - - Also: Nehmen Sie sich doch einfach auch mal die Zeit für JOBURG – die Goldstadt am Witwatersrand und die pulsierende Provinzhauptstadt Gautengs. Lassen Sie sich nicht abschrecken durch das immer noch verbreitete Synonym der Stadt für Kriminalität; die Situation verbessert sich laufend durch den energischen Einsatz der Metro Police wie auch die weitflächige Überwachung der Stadt durch Sicherheitskameras. Schliessen Sie sich – to be always on the safe side – geführten Touren an.

Vorschau auf den nächsten Report (voraussichtlich ab Oktober 2015) :

Die Garden-Route – Wildtierparks und ihre Bewohner - typische südafrikanische Gerichte – kleine Einführung in die afrikanische Pflanzenwelt

Anmerkung:

Ich bedanke mich bei allen, die mir ihre freundliche Genehmigung gegeben haben, Fotos oder Textauszüge zu zeigen oder zu zitieren. Baie dankie ! Many thanks ! - Annie

 

Text: Annie Midas
Quellen: Marion DuToit – Carsten Merz
Fotos: © Carsten Merz ; Chris du Plessis;
Rezeen Daniels ; Dennis de Vries ;
Udo Schluhmeier ; Annie Midas ;
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