AFRIKA - REPORT - I. Halbjahr 2016

08/29/2016 - 10:45

AFRIKA – REPORT   -    I. Halbjahr 2016  

von:    Annie Midas    -     29.08.2016

Themen:
Wohin geht Südafrika ?  Land im Wandel
Nationalblume Südafrika : Protea
Urvolk der SANBuschmänner
Sängerin Miriam Makeba
Sprachen in Südafrika : Xhosa + isiZulu 
Chakalaka ?   Nik-Naks ?

                                                                               

Dieses wunderschöne Bild der Wüste in Namibia dazu mit der Nationalblume : Protea  - soll mir heute als Blog-Titel dienen. Zu den Proteen und ihrer ganzen Vielfalt komme ich später noch in meinem Text.

Zunächst auch an dieser Stelle nochmals die gleichen Eingangsworte wie zu meinem kürzlichen Perú-Blog – als Information :  Viele werden sich schon gewundert haben, wenn sie auf meiner Autorenseite nach neuen Blog-Eintragungen gesucht haben- häufiger wurde ich auch schon danach konsultiert. Ja, es hat nun leider einen nicht gewollten und nicht geplanten zeitlichen Aussetzer gegeben, bedingt durch diverse Auslöser – egal. Nun bin ich wieder da und wenn man genau hinsieht, bemerkt man auch die eine oder andere Neuerung; so gibt es nun auch eine Kommentier-Funktion, die hoffentlich fleissig von meinen Lesern genutzt wird – ich erwarte gerne interessierte Fragen oder Kommentare zu den Themen, oder selbstverständlich auch zu meinen Büchern. -- In den letzten Wochen bzw. Monaten hat sich bei mir hier so viel Material angesammelt, das darauf wartet von mir im Blog gezeigt zu werden, dass es mir gar nicht leicht fällt, eine vordringliche Auswahl zu treffen.

                                               

Wenn man einen Blog zu Südafrika schreibt, kann man sich kaum der jeweils aktuellen wirtschaftlichen Situation und politischen Lage entziehen. Ich versuche jedoch,  bei meinem Schreiben  - auch in meinen Büchern -  eine Konfrontation mit der südafrikanischen Sichtweise zu vermeiden und eine reine unparteiische beobachtende Funktion einzunehmen. Was sind also die Fakten ?  -- Natürlich kann und will ich hier nicht die Gesamtbreite der politischen Tatsachen auf den Tisch packen – das kann jeder für sich, je nach Wissensstand, recherchieren. Ich beziehe mich hier und heute nur auf aktuelle Berichterstattung im August 2016. Und da gibt es gleich zwei herausragende Themenbereiche : (1) Am Kap der Guten Hoffnung spielt sich ein regelrechter Polit-Thriller ab, der dem aktuellen Präsidenten Zuma nicht nur einen Stolperstein – nein, schon einen richtigen Gebirgsbrocken,  vor die Füsse wirft. Zuma riskiert völlig bewusst einen enorm schweren Vertrauensverlust in sein Land – die Finanzmärkte reagierten unverzüglich und zeigten sich schockiert.  Was ist passiert ?  Es ist eine weitere gravierende Eskalation des ständig schwelenden Machtkampfes zwischen dem  weltweit geschätzten Finanzminister Pravin Gorhan und seinen Gegnern (inklusive des Präsidenten) im Afrikanischen Nationalkongress (ANC). Es geht da um grundlegende Wirtschaftsentscheidungen wie Verstaatlichungen der südafrikanischen Luftlinie SAA, dem Stromanbieter Eskom, uam.  Der Finanzminister Gordhan wirkt wie ein Seismograph – seine strikte Verweigerungshaltung zu den strittigen Entscheidungen des ANC liess  die südafrikanische Währung Rand und die Aktien abstürzen ; man befürchtet allgemein eine Absetzung und Verhaftung des angesehen Politikers Gordhan -  er ist mehr und mehr ein Stachel für den ANC -  aber seine Abberufung wäre äusserst fatal, so ist die internationale Einschätzung.

Da läuft aber auch alles schief für die vormals so allmächtige und frühere Mandela-Partei ANC  (2)  :  Was war hier geschehen ?  Kommunalwahlen in Südafrika -  es war ein politisches Erdbeben, der ANC geriet schwer in‘s Wanken, auch wenn sie landesweit die Mehrheit  behielten.  ABER  es ist fast unglaublich, die völlig umstrukturierte, modernisierte Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) legte kräftig zu, vor allem in den Städten; man kann sogar behaupten, der ANC hat sich durch die Landbevölkerung gerettet, die immer noch treu zu ihrem verstorbenen Alt-Führer und Präsidenten Nelson Mandela steht. Aber auch hier bröckelt es mit der Treue bereits. Damit werden nun ernste Überlegungen angestellt, ob Präsident Zuma sich nach all den vielen Skandalen, privaten Feden und „Fettnäpfchen“ nun nach dem Erstarken der DA  bis Mitte 2019 noch im Amt halten kann.

                         

MMUSI MAIMANE 
WER ist denn der Führer dieser neu aufgestellten Demokratischen  Allianz ?  Die Presse nennt ihn bereits den “ Obama von Soweto  “  - auf ihm ruhen viele Hoffnungen für eine junge Demokratie. Er heisst  Mmusi Maimane und man sollte sich seinen Namen schon mal vormerken. Er ist seit Mai 2015 an der Spitze dieser Partei, die lange als „weiss“ galt. Er ist jung und gebildet, artikuliert sich bei öffentlichen Ansprachen fliessend und spricht schon lange nicht mehr nur die weisse Bevölkerung an – bewiesen durch seinen jetzigen Erfolg bei den Kommunalwahlen. Er äusserte sich öffentlich stolz :  * Diese Wahlen haben den Mythos gebrochen, dass die DA eine Partei für eine Rasse ist ! *  Maimane ist 36 Jahre alt, geboren in Krugersdorp, Provinz Gauteng. Er wuchs bei seiner Grossmutter im schwarzen Township-Ghetto von Soweto auf. Er studierte Psychologie und besitzt noch einen Masterabschluss in Theologie. Durch sein Aufwachsen in Soweto, dem früheren Wohnort von Nelson Mandela und seiner Familie, hat auch er einen engen Bezug zum Nationalhelden Südafrika’s -  Maimane ist bekannt für seine Aussprüche wie:  *Der Tag als Zuma zum Präsidenten des ANC gewählt wurde, war das das Ende von Madibas-ANC *   (Madiba = Clan-Name von Nelson Mandela) . Es bleibt spannend und alle Südafrika-Kenner, Liebhaber oder auch die internationale Politik wünschen diesem neuen Hoffnungsträger viel Glück und Durchsetzungsvermögen.  GOOD LUCK !    BESTE VAN GELUK  !  Zum Wohl aller Afrikaner – aber ganz besonders auch für die Jugend !

 

                                                           

Nach so viel trockener Politik auf zu Schönheit und Farbenpracht :   PROTEEN  - die King Protea ist die nationale Wappenblume von Südafrika. Die Proteen haben im deutschen Sprachgebrauch diverse Namen, wie Zuckerbüsche, Silberbäume, Kaprosen, uam. Man kennt 115 ganz unterschiedlich Arten, sowohl in Farbe als auch im Wuchs. Rund um Jonaskop in der Kap-Region wachsen Proteen in ca 1.700 m Höhe in einer weltweit einzigartigen Artenvielfalt – aber sie kommen auch in anderen Regionen Südafrika’s reichlich vor – aus Gärten und Parks sind sie nicht weg zu denken; als aufrechte oft riesig üppige Sträucher, auch schon als kleine Bäume oder in einer am Boden entlang kriechenden Form. 

                                                              

Proteen sind ein Exportschlager von Südafrika. In vielen Ländern werden sie zu besonderen Anlässen oder in Spezial-Dekorationen für teure Stückpreise  verkauft. Sie werden in Südafrika frisch geschnitten, folienverpackt nachts ausgeflogen, um am anderen Tag schon frühmorgens auf den Grossmärkten und später in Blumengeschäften angeboten zu werden. – Aber auch die Südafrikaner lieben ihre Wappenblume über alles. Keine Hochzeit, kein Jubiläum, kein Festival, kein Vase im Haus -

-- ohne Proteen !!

                                                            

                                                               Auch Fotografen lieben diese Gewächse für ihre Bild-Kompositionen                
                                                                                             

 

 Hier eine Braut mit ihren Brautjungfern ….. und jede natürlich mit einem Proteen-Gesteck – das muss Glück bringen !    
                                                                            

Von der Protea ist es nur noch ein kleiner Schritt zu dem Urvolk der SAN Buschmänner – beide gehören zu Südafrika seit Urzeiten und die Buschmänner wollen wir einmal näher betrachten. Ich habe ihnen mit meinem Roman  “Die Buschmannperlen“  nicht nur den Titel gewidmet, sondern sie spielen im Buch in der Familiengeschichte eine zentrale Rolle. Ihre Abstammung, ihre Mystik und Geheimnisse, aber auch Rituale und ihr Leben in der unwirtlichsten Umgebung unseres Planeten, der afrikanischen Wüste, haben mich von meinem ersten Schritt an auf den afrikanischen Kontinent fasziniert. Obwohl ich in meinem Buch im Nachspann bereits zu der so tragischen Entwicklungs- und Abstammungsgeschichte der Buschmänner ausführlich berichte, hier an dieser Stelle eine etwas geraffte Zusammenfassung.

                                                                                         

 

                                                                                                                                                                                                                  Buschmannperlen -  SANFrau bei der Schmuckherstellung der Buschmannperlenketten aus Scheiben vom Straussen-Eierschalen

  

Das Wort SAN umfasst ethnische Volksstamm-Gruppe im südlichen  Afrika, die ursprünglich nur als reine Sammler und Jäger lebten. Der Begriff wird abgeleitet von einem anderen afrikanischen Volksstamm, den Nama in Namibia, die das Volk in Südafrika als „SAN“ bezeichneten d.h. „jene, die was vom Boden aufsammeln“.  Heute ist es üblich die beiden Volksgruppen San + Khoikhoi  zusammenzufassen unter der Bezeichnung „KHOISAN“.

Wissenschaftler  sind sich heutig einig, dass die San-Buschmänner (Buschleute) die einzig echten ursprünglichen Ureinwohner des südlichen Afrikas sind – somit sind sie die älteste, noch überlebende Spezies des Homo Sapiens. Allerdings werden die Angaben über ihre erste Ansiedlung im Süden des afrikanischen Kontinente sehr unterschiedlich ausgelegt – das reicht von bereits vor 10.000 bis vor 25.000 Jahren.

Die Geschichte dieses Volkes ist eine einzige Tragik – geprägt von tödlicher Verfolgung, Ausrottung und Verdrängung.  Sie wurden von anderen afrikanischen Volksstämmen (Hottentotten, Bantus),  die in den Süden Afrikas vordrangen,  rigoros bekämpft; sie gerieten zwischen die Fronten in den Burenkriegen; während der Kolonisierung durften Buschmänner ganz legal gejagt und getötet werden !  Schon in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die SAN vom Aussterben bedroht; sie passten nicht in die Lebensweisen der weissen Siedler  - den Überlebenden blieb nur die Flucht tief in die Wüstengebiete der Kalahari, wohin ihnen keine Siedler oder Feindesstämme mehr zu folgen wagten.  Viele, die sich nicht gut genug versteckten oder keine Zuflucht tief im Landesinneren der Kalahari-Wüste fanden,  wurden von den Siedlern auch oft auf Farmen versklavt. HEUTE soll es von den  ca. 400.000 vor ca. 2.000 Jahren lebenden SAN höchstens noch 50.000 geben ; sie verteilen sich grösstenteils auf die Länder Botswana, Namibia und Angola; dann gibt es noch kleinere Familien-Verbände in Sambia, Zimbabwe und auch Südafrika. Erstaunlich ist, dass die grösste Anzahl immer noch unter den Extrembedingungen in der Wüste lebt !  Allerdings haben sie ihr Nomadenleben fast ganz aufgegeben und sind in kleineren Dorfansammlungen sesshaft geworden – aber ihre ursprünglichen Lebensweisen haben sie beibehalten. Junge SAN arbeiten heute auch ganz normal als Farmarbeiter oder Hilfskräfte.

                                                                                                 

 

Die SAN werde oft mit Pygmäen verwechselt, mit denen sie noch nicht einmal genenmässig verwandt sind – ihre sehr kleine zierliche Statur (1.10 – 1.60 m)  führt leicht zu dieser Vermutung. Aber ihr Körperbau ist unglaublich sehnig, kräftig und muskulös. Damit sind sie als sehr schnelle und wendige Jäger dem Leben in der Wüste perfekt angepasst. Die männlichen San sind für die Jagd und die Wasserbeschaffung zuständig; die Frauen sammeln Wurzeln, Beeren, Nüsse, fangen auch Heuschrecken, Würmer, Schlangen, Eidechsen und andere Kleintiere.

Die SAN sind – und waren schon immer – ein absolut friedliebendes Volk, das seine einzigen Waffen - zB Giftpfeile - zur Erbeutung von Nahrung einsetzt. Sie haben unglaublich Kenntnisse über alle Heilpflanzen und Kräuterkunde – sie können über 250 verschiedenen Pflanzenarten unterscheiden und nutzen. Kennen aber auch eine vielseitige Nutzung von Esspflanzen oder auch der Strausseneier, die besonders zur Wasserbevorratung oder Schmuckherstellung Verwendung finden.  Leben tun die San am liebsten in freier Natur, wenn auch heute nicht mehr unter Geäst und geflochtenen Zweigen, in Erdhöhlen oder Felsen – sondern in festen Rundhütten.

Ihre Sagen, Märchen von Naturgeistern, Mythen, Rituale für Trance- und Heiltänze, ihre animistische Religion, Ausnutzung der Naturelemente, Ausbildungsweisen zum Spurenlesen , aber auch die Wirkungsweise der Sangomas (Schamanen) …..  all das würde nun hier zu weit führen, um noch detailliert beschrieben zu werden – auch wenn es sehr spannend wäre.  Nur noch dies: Wir finden viele Felsmalereien der Ur-SAN und diese Kunstwerke haben auch für uns heute noch eine grosse Bedeutung, denn sie sind ein Schlüssel in die Vergangenheit dieses sehr besonderen Volkes und  geben Einblicke in ein fast ausgestorbenes Kultursystem der menschlichen Frühzeit.

                                                                                     

Hier ist nun eine sehr passenden Überleitung zu einer grossen Künstlerin, Sängerin, Anti-Apartheid-Aktivistin, Verfechterin für Menschenrechte, aber auch eine Stil-Ikone von Südafrika :   MIRIAM MAKEBA   …. deren richtigen Namen ich hier einmal reinkopieren möchte – er zeigt nur die verwandtschaftliche mütterliche Namensgebung auf  !!!!  

Es geht los :    Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi 

                      

Miriam Makeba – später weltbekannt unter ihrem Spitznamen Mama Afrika -  lebte von 1932 – 2008. Sie stammte aus dem Slum- Township Prospect im Osten von Johannesburg und verstarb im Exil in Castel Volturno, Italien. Ihre Mutter war eine Swazi-Heilerin, ihr Vater gehörte zum Volksstamm der Xhosa. Nach ihren Anfangsjahren als Sängerin in verschiedenen Gruppen, landete sie im Musical KingKong, spielte auch kleinere Filmrollen in Anti-Apartheid-Streifen. Sie verlangte öffentlich einenBoykott des Apartheid-Regimes. Die Sängerin fiel bei der damaligen Regierung in Ungnade, ihre Staatsbürgerschaft wurde aberkannt,  sie verliess das Land und damit begannen für sie viele Jahre im Exil. Ihr Durchbruch als Sängerin kam im Jahr 1967 mit dem in der isiXhosa-Sprache geschriebenen Lied PATA PATA – ihre Weltkarriere begann. Weltbekannt auch ihr  Click-Song – Malaika und der Soweto-Blues. Ihr Privatleben war genauso turbulent wie ihre Karriere, auch geprägt von viel Tragik (sie verlor früh ihre einzige Tochter), Scheidungen. Nach drei Jahrzehnten im Exil in verschiedenen Ländern und Kontinenten kehrte sie auf persönliche Bitte von Nelson Mandela nach Südafrika im Jahr 1999 zurück. Aber ihr unstetes Leben bedingt durch endlose Konzerte und  Welttournee-Reisen ging weiter; 2006 gab sie ihr letztes deutsches Konzert in Würzburg. Bei einem Konzert 2008  in Italien verstarb sie kurz nach ihrem phänomenalen Auftritt an einem Herzinfarkt.  -  Ihre Musik war sehr geprägt von traditionellen afrikanischen Einflüssen. Meistens sang sie auf Englisch, aber auch in ihrer Heimatsprache isiXhosa.  Ihre Kritiker beschrieben ihre Stimme als leicht-trällernd, aber dann auch wieder sehr überschwänglich mit Blues-Klang. 

Eine Frau,  die sich stolz und ohne Furcht für die Freiheit ihres Volkes gegen alle Widerstände öffentlich bekannte und einsetzte – auch unter Hinnahme eines fast lebenslangen Exillebens.

    

     Die Löwin schläft nun …. so wurde sie betrauert und verabschiedet.   -  

 

Wieder finde ich eine schöne Überleitung – Ich erwähnte schon die Sprache isiXhosa – meistens kurz nur Xhosa genannt. Es ist die Sprache der gleichnamigen Volksgruppe und auch eine der elf offiziellen Amtssprachen in Südafrika. Auch in Botswana und Lesotho wird es gesprochen. Da geschätzte neun Millionen Menschen es sprechen, ist isiXhosa die 2.häufigste Muttersprache in Südafrika. Bekannt ist die Sprache aber ganz besonders durch ihre Klicklaute – auch das Wort Xhosa beginnt mit diesem Klickschnalzlaut. Die Sprache zählt zu den Bantusprachen und einer Nguni-Dialekt-Untergruppe, womit sie von ihrem Vokabular auch zu den Khoisan- Sprachen gehört.

Die vielen Sprachen, Sprachmischungen und Unterdialekte im südlichen Afrika sind für Nichtafrikaner schwer begreiflich. 

Zur Erheiterung kopiere ich hier einen deutschen Text mit der isiXhosa-Übersetzung -  viel Spass beim Studieren  ! 

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen 
Bonke abantu bazalwa bekhululekile belingana ngesidima nangokweemfanelo. Bonke abantu banesiphiwo sesazela nesizathu sokwenza isenzo ongathanda ukuba senziwe kumzalwane wakho
 

Alles klar verstanden ?   Ist doch gar nicht so schwer – wenn man’s kann !  Oder doch lieber einen richtigen Xhosa-Konversationskurs mitmachen ?  Die Lehrerin ist jung, lustig, engagiert !

                                                                                               

Geht auch gleich weiter mit :   CHAKALAKA  ?     NIK-NAKS  ?

Nun zugegeben die versierten Afrika-Fahrer, und Africa-Oldtime-Lovers wissen das natürlich, aber für alle anderen, die was dazu erfahren möchten, ein paar Erklärungen zu den doch so wohlklingenden Worten :

CHAKALAKA ……. Es gibt Leute, die bezeichnen das als das afrikanische Ratatouille; aber so einfach ist das nicht mit Chakalaka. Dahinter kann sich etwa eine Gewürzsauce, ein Dip, ein Gemüse-Relish oder aber eben auch etwas  wie Ratatouille-Gemüse verstecken. Sehr farbig & sehr würzig – aber ganz vegetarisch. Wo man es sieht, unbedingt probieren, in jeder Form sehr lecker !  

  

Und man stelle sich vor, das Chakalaka-Gewürz gibt es auch schon in Deutschland !

Aber nun zu NIK-NAKS  :   das sind südafrikanischen  Mais-Käse-Snacks, die so schön dick machen – sehr beliebt (wie überall) bei Gross und Klein

                                                                                 

 

 

Zum Ende meiner heutigen afrikanischen Berichterstattung bleibt mir nur noch eine stilgerechte Verabschiedung : 

SAWABONA !   und der so Verabschiedete entgegnet darauf :  SHIKOBA !    Eine Floskel, aber mit viel Hintersinn, denn es bedeutet: *Ich respektiere Dich, achte Dich, Du bist mir wichtig !*  und die Antwort:  *Dann bin ich Dir auch gut und bin für Dich da !*     Was ist das schon gegen :  MOIN !   +  TSCHÜSS  !  --    Ich danke meinen Leser für ihre Aufmerksamkeit, hoffentlich mit Lesegenuss verbunden und schicke auch noch ein afrikanisches Danke-Schön !  

                          

Vorschau:    II. Halbjahr 2016  
Cape Town, die Perle am Kap der Guten Hoffnung
mit dem Tafelberg
Weingüter in Südafrika 
Wildtier-Schutzorganisationen 
Arbeit der Ranger in den Nationalparks

 

 

 

Quellen: ©Texte:
Kurier (26.08.2016) 
KapExpress – Wolfgang Drechsler CT 08/2016) 
Die Welt (Mama Afrika – 10.11.2008) 
Wikipedia (Miriam Makeba) 
Annie Midas  

©Fotos : 
Kalf Sandra vanZyl 
Shutterstock 
Kim Ludbrook-dpa 
proteaworld / proteaflora 
Xhosa Fundis 
blog.getcentre
wojtun 
Simba Chip 
Annie Midas

 

 

 

 

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